Das poetographische Projekt «Winterthur» – ein kommunitärer Epos

Das poetographische Projekt «Winterthur» zielt darauf ab, eine poetische Karte Winterthurs anzulegen, um den Namen einer Stadt mit seinen Stimmen zu füllen. Gelingen soll das durch Eydus – kurze Gedichte à 5-7-5 Silben über zentrale sowie periphere Orte, die von Winterthurer*innen eingeschickt und vom Kulturmagazin Coucou monatlich abgedruckt werden. Das Projekt startete im Dezember 2018. […]

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Das Scheitern des Zeugnis-Ablegens – eine Analyse des Films ŚWIEŻE WIŚNIE

Im APPENDIX (2010), der als Ergänzung zum Film ŚWIEŻE WIŚNIE entstand, spricht die Schauspielerin Klara Bielawka darüber, welche Wirkung das ehemalige Lager in Falstad auf sie hat: «Ich bin zum ersten Mal in einem Konzentrationslager, aber das macht keinen Eindruck auf mich.» Was sich einst an diesem Ort ereignet hat, ist für Klara nicht erfahrbar, […]

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Der Beat des Widerstandes. Das gemeinsame Musikmachen in sudanesischen Flüchtligslagern

Der Film Beats Of The Antonov (2014) dokumentiert, wie die Menschen in den Flüchtlingscamps in der Region des Blauen Nils oder in den Nuba-Bergen mit den andauernden Bombardements durch Antonov-Flugzeuge der sudanesischen Regierung umgehen. Dabei zeigt er auch auf, welche Bedeutung musikalische Traditionen in dieser Zeit der Krise gewinnen können. Der Essay geht der Frage nach, ob Musik als Ort einer Communitas in einer vom Krieg geprägten Gesellschaft gedacht werden kann und welche Möglichkeiten sie für den Widerstand bietet.

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Zu n, n-1 schreiben. Performative Strategien des Rhizom-Machens bei Deleuze und Guattari

In der 1976 vorab veröffentlichten Einleitung ihres Buches Mille Plateaux (1980) modellieren Gilles Deleuze und Félix Guattari eine neue Art des Denkens. Es ist ein Denken ohne festen Ort, ein Denken in Bewegung, ein Denken in Linien. Es hat weder Ursprung noch Ende und auch keine Einheit, stattdessen hat es Vielheiten und ist ein «Werden».

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Die Chöre der Angekommenen. Eine indiskrete Platzbefragung

Drei Jahre lang war der Berliner Oranienplatz von Geflüchteten und ihren Unterstützer*innen besetzt. Im April 2014 wurde der Platz geräumt und damit auch der Protest gegen die Residenzpflicht und Abschiebepraxis mit Polizeigewalt beendet. Das Schwabinggrad Ballett und die aus der Refugee-Gruppe «Lampedusa in Hamburg» hervorgegangenen Arrivati haben Besetzer*innen interviewt und die Konflikte in die «Chöre […]

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