Durchlässige Körper und verletzliches Zuschauersein. Einblicke in die künstlerische Praxis der Choreografin Simone Truong

Die performative Praxis der Performerin und Choreografin Simone Truong lässt sich ohne Weiteres als dauernde Erforschung einer zwischenkörperlichen Sozialität ansehen. In ihrer aktuellsten Arbeit «In the Middle of Nowhere – your Absence Fills the Space» begreift sie die Migration als Zustand der Verletzlichkeit, dessen existentieller Charakter körperlich erfahren wird, der aber auch eine ständige Suche nach Gemeinschaft offenlegt. Bei anderen Performances werden spezifische sinnliche Bedingungen erstellt, wo der Akt des Zuschauens mit einer körperlichen Teilnahme einhergeht. Die Einblicke in drei Arbeiten von Simone Truong beschreiben, wie eine emergente Verbundenheit zwischen Körpern erzeugt wird – eine Verbundenheit, die zugleich die fundamentale Verletzbarkeit dieser Körper offenbart.

Read more

Der gemeinschaftliche Theatertraum in Covid-19-Zeiten

Die Pandemie des Covid-19 trifft im Theaterbetrieb einen besonders sensiblen Nerv. Von der physischen Bühne zum bodenlosen Cyberspace, vom Publikum zur unsichtbaren Internet-Crowd ist der „gemeinschaftliche Traum“ neu zu erfinden, und dies unter technisch-ästhetischen Bedingungen, die das Theater eher wie ein alter Alptraum anmuten lässt. Doch über die jetzige Krisensituation hinaus mag dies dazu ermuntern, das „Gemeinsame“ des Theaters bzw. der Kunst in einer digitalisierten Kultur zu reflektieren.

Read more